
Thailands König löst das Unterhaus auf, in spätestens 60 Tagen soll neu gewählt werden. Die Regierungskrise kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Gerade erst ist der Grenzstreit mit Kambodscha wieder aufgeflammt, Hunderttausende sind auf der Flucht.
Politische Krise in Thailand: Während des laufenden Grenzkonflikts mit dem Nachbarn Kambodscha hat König Maha Vajiralongkorn die Auflösung des Repräsentantenhauses bekanntgegeben. Begründet wurde der Schritt mit "aktuellen nationalen Anforderungen, internationalen Beziehungen, wirtschaftlichen Herausforderungen, sozialer Stabilität sowie der Notwendigkeit, dem Land eine neue politische Richtung zu ermöglichen", wie es in einer Mitteilung des offiziellen Amtsblattes hieß.
Wenige Stunden zuvor hatte der rechtsgerichtete Ministerpräsident Anutin Charnvirakul einen Antrag auf Auflösung des Repräsentantenhauses gestellt. Das stellt in Thailand die mächtigere der beiden Parlamentskammern dar - der Senat hat nur Kontrollfunktion und kann nicht aufgelöst werden. "Ich gebe die Macht an das Volk zurück", schrieb Charnvirakul auf seinem Facebook-Account.
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